GRENZENLOSER URLAUB: „Und wieder der Hit!“

Wanderfreizeit vom 12. - 19. Juli 2003
 Naturfreunde–Ferienheim, Kleinwalsertal

Von
 
Marie-Luise Lenz, Solingen

Und wieder hieß es :“ Der Urlaub ein Hit, Diabetes muss mit!“

Bei strahlendem Sommerwetter trafen am Samstagnachmittag so nach und nach 21 Teilnehmer (alle Mitglied im DDB) der nun  schon zum 4.  Mal stattfindenden Freizeit ein. Einige sind schon von Anfang an dabei, andere nehmen zum ersten Mal teil. Die neuen und die "alten" Teilnehmer "beschnuppertensich und alle konnten sich von Anfang  an "gut riechen". Von 40 – 90 Jahren war alles vertreten!
 

Leider erreichte uns dann aber auch die Nachricht, dass unser Wanderkamerad Klaus Fehrmann am Tag zuvor seine letzte große Wanderung angetreten hatte. In den vergangenen beiden Jahren war er mit seiner Frau Christine bei unseren Freizeiten dabei und wir hatten sogar gehofft, dass er  in diesem Jahr  wieder da wäre. Und alle, die Ihn kannten, merkten: Er war dabei! Oft hieß es: „Hier sagte Klaus dies, und da machte er das!“ Wir haben nicht nur den Bundesvorsitzenden, sondern auch den still vor sich hin schmunzelnden Klaus kennen gelernt .Wir werden ihn mit seiner „Lore Ley an d´r Bastei “ in seinem unverwechselbaren Sächsisch  in unserer Erinnerung behalten: Er ist uns allen nur vorausgegangen!

 

In diesem Jahr war unsere Gruppe so fit, dass keiner die vorgeschlagene Bustour machen wollte. Alle wollten nur wandern und bergsteigen.  Das grenzenlose Urlaubsticket (gültig in Österreich und Deutschland) wurde bis zum Letzten ausgeschöpft, alle Bergbahnen wurden genutzt. Wer nicht so gut zu Fuß war, der konnte, so oft er wollte, bergauf- und bergab gondeln, die wunderbar  bunte Bergflora bewundern, sich auf den Gipfeln sonnen oder den guten Walsertaler Bergkäs´ genießen.

Die Gipfelstürmer, diesmal mit den bergerfahrenen Kletterern Horst und Edeltraut, fühlten sich gut beschützt. Auch die Anderen, etwas sanfteren Gipfelbezwinger bekamen ihre Bergtaufe, als sie am einzigen Regentag, der eigentlich nur mit ein bisschen Nebel im Tal begann, auf die Kanzelwand fuhren und den Abstieg zur Fellhorn – Mittelstation begannen. Oben begann es wie aus Kübeln zu gießen und sie wurden, trotz Anoraks und Kapuzen,  nass bis auf die Haut. Auf der Alpe Bierenwang heizte die Sennerin den Kamin ein und wir konnten uns bei  Tee, mit und ohne Rum,  ein wenig aufwärmen. Es wurden  Hemden und Pullis ausgetauscht, aber der Versuch, unsere Kluft zu trocknen,  schlug auch nach zwei Stunden Wärme in der Hütte fehl. Nun konnten wir auch feststellen, dass die neuen Handys noch nicht einmal wasserdicht waren und ihren Geist aufgegeben  hatten. Der Regen hörte  dann zwar auf, aber das war jetzt sowieso egal, so nass wie wir waren. Unsere gute Laune konnte uns kein Regen und kein Wind mehr verderben! In unserem Domizil, dem Naturfreunde–Ferienheim, wurde sogar die Heizung für uns angestellt und wir genossen die heiße Dusche.

Am Abend gab es einen zünftigen Hüttenabend mit Gitarrenmusik und Geschichten, und die Müdigkeit war eine wohlverdiente! Am nächsten Tag schien schon wieder die Sonne, so wie wir es uns gewünscht hatten. Unsere Wanderkameradin Maria aus Chile konnte sich besonders über einen Film aus ihrem Heimatland freuen, den uns die Heimleiterin zeigte. Am Mittwoch besuchten wir in Riezlern ein Lustspiel im Bauerntheater.

Unsere Krankenschwester Beate, mit Blutdruckmessgerät, Blasenpflaster und Pillen gegen Montezumas Rache, hatte nicht all zu viel zu tun.  Ilse Rauchs Rat als Diabetesberaterin  wurde zwar immer wieder eingeholt, doch der Diabetes war so selbstverständlich dabei, wie die Urlaublaune!

 

Morgens um 7.45 Uhr trafen sich die Sportskanonen zur Gymnastik mit Musik bei Marie-Luise und mit viel Spaß und Gelächter ging es in den neuen Tag. Die Woche verging wie im Flug, der Abschiedabend nahte mit Riesenschritten und geheimnisvoll wurden Kakaozeitungen und die neuen Walsertaler Zuckersongs gedichtet . Wir waren uns wieder einig: Es war wieder eine runde Sache, und zu Hause dauern die Wochen länger!

Im letzten Jahr schrieb ich, es sei die schönste Freizeit für mich gewesen, aber wie man sieht: Steigerungen sind immer noch möglich !

Leider erreichte mich im August die traurige Nachricht, dass unser Wanderkamerad Willi Schmidt plötzlich und unerwartet verstorben ist. Wir werden auch an Ihn bei unseren Wanderungen immer gerne zurück denken!

 

Wir bedanken uns herzlich bei den Firmen Glaxo Smith Kline,  NOVO NORDISK und Roche für die Geld- und Sachspenden, sowie bei denjenigen  Krankenkassen, die auch schon in den vergangenen Jahren zu Gelingen unserer Freizeiten beigetragen haben.

  Die Freizeit für 2004 ist auf Wunsch der Teilnehmer schon wieder vom 12. – 19. Juni 2004 im Naturfreunde-Ferienheim gebucht. Interessenten sollten sich bald entscheiden, da uns nur eine begrenzte Anzahl von Einzel – und Doppelzimmern  zur Verfügung stehen.

 

Unterlagen bitte anfordern bei:

Marie-Luise Lenz
Tel.
+ Fax: 0212 - 3 80 96 04  oder

Ilse Rauch
Tel: 06144 - 28 75

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