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Neben
Ausflügen, klasse Bastelaktionen und einigen sportlichen Höhepunkten
stand in diesem Sommer - dank Petrus’ Freundlichkeit - vor allem der
Sprung in den hauseigenen Swimmingpool ganz oben auf dem Programm. Denn
trotz des Diabetes soll die Haltern-Freizeit keine Kur-Maßnahme sein,
sondern vielmehr ein spannendes Urlaubsvergnügen. Das heißt aber
nicht, dass die Zuckerkrankheit seitens des erfahrenen Betreuerteams
vernachlässigt wird.
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Sie soll nur nicht im Mittelpunkt stehen, sondern
als selbstverständlicher Teil des Urlaubs verstanden werden. So kommen
die Betreuer beispielsweise auch nachts zum Pieksen - wenn dann einer
der kleinen Touristen zu niedrig oder zu hoch liegt, wird mit
Traubenzucker und Müsliriegel oder einer Extra-Portion Insulin
korrigiert.
Am Anfang der Freizeit stand zunächst das
Kennenlernen. Denn nicht nur
die kleinen Diabetikerinnen waren gespannt, wer außer ihnen noch dabei
ist, sondern vor allem die sechs BetreuerInnen. Sie kennen bis zur
Anreise nur die medizinischen Infos der Kinder, um so größer ist dann
die Spannung bei den ersten Kennenlernspielen, welch kleine Persönlichkeiten
da soeben angereist sind.
Während also das erste Wochenende noch im
Zeichen des gegenseitigen Beschnupperns stand, startete am Montag gleich
der erste Mini-Ausflug. Der DDB lud die Gäste zu einem erfrischenden
Eis in die Halterner Innenstadt ein, danach gab es Zeit, die Geschäfte
der Fußgängerzone zu erkunden. Einen ersten Höhepunkt stellte zu
Beginn der Ausflug in den Freizeitpark „Ketteler-Hof“‘ dar. Diese
irre Mischung aus Kirmes, Abenteuerspielplatz und Mitmachpark
begeisterte auch in diesem Jahr die zuckersüßen Besucher aufs Neue.
Allerdings war es so warm an diesem Ausflugstag, daß schon der kleinste
Hopser auf den Mega-Luftkissen eine regelrechte Schweißdusche auslöste.
Etwas bescheidener hingegen zeigte sich Petrus als die DDB-Reisegruppe
am Mittwoch der ersten Woche in See stach. Auf Tretbooten wurde der
Halterner Stausee erkundet, allerdings mussten die kleinen Matrosen und
ihre Betreuer manchmal regelrechte Wettrennen gegen die Regenwolken
fahren, die drohend über die Gruppe hinüberzogen. Aber was wäre ein
Urlaub ohne Happy-End? Als die Touris wieder in den “Hafen”
einfuhren, blinzelte die Sonne wieder vom Himmel. Grund genug, mal in den
Pool in Gilwell zu hüpfen...
Wenn das Wetter aber mal wirklich keine
Gnade kannte, oder ein Entspannungstag „zuhause” angesetzt war,
herrschte keine Langeweile, dann wurden Gipsmasken gemacht, Stofftiere
genäht oder Erinnerungs-T-Shirts gebatikt.
In der zweiten Woche stand
neben einem Ausflug in das benachbarte Recklinghausen der zweite Höhepunkt
auf dem Programm. In zähen Verhandlungen” mit der Kasse wurde ein „All-Inclusive”-Ticket
für den CentrO-Park (Oberhausen) abgeschlossen. Einen Tag lang durften die kleinen
Diabetiker jedes Fahrgeschäft und jede Attraktion so oft benutzen, wie
sie Lust darauf hatten. Und sie hatten Lust darauf!
Der letzte große
Ausflug führte die Gruppe mit der Bahn nach Münster, dort staunten die
Ausflügler erst über die viele Tiere im Zoo und schließlich über die
vielen Fremdwörter in einer Planetariums-Veranstaltung.
Mit etwas
Wehmut sahen dann Betreuer und Kinder dem letzten Freitag entgegen, denn
da hieß es Abschied nehmen - und das heißt in dieser Gruppe oftmals im
doppelten Sinne „sich verabschieden”.
Da einige der jungen Touristen
zwar gerne wieder mitfahren würden (vielleicht in ein paar Jahren auch
als Betreuer?), aber aufgrund ihres im kommenden Jahr zu hohen Alters für Haltern nicht mehr dürfen, fallen die „Tschüß-und-Winke-winke“-Einsätze
den sechs Betreuern häufig extrem schwer. Denn sie haben in den zurückliegenden
Wochen gute und schlechte Zeiten mit ihren Schützlingen durchgemacht,
da kullert auf beiden Seiten schon mal ein Tränchen, wenn die Kleinen
wieder nach Hause müssen. |