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Das Diabetes-Info-Mobil des DDB Landesverbandes NRW e.V. |
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Bilanz und Fakten aus dem Jahre 2003 |
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Seit November 2002
ist das Diabetes-Info-Mobil des DDB Landesverbandes NRW in 111
Einsätzen in ganz Nordrhein-Westfalen unterwegs gewesen. Das
Info-Mobil wurde angeschafft, weil der Landesverband NRW und sein
Vorstand aufgrund von erschreckenden Studien zu der Überzeugung
gelangten, dass zur Vorsorge der Betroffenen und Entdeckung unbekannter
Diabetes-Erkrankter dringender Handlungsbedarf für NRW bestand. |
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Ziel dieser neuen Herausforderung an den Landesverband NRW musste daher sein, aktiv als Deutscher Diabetiker Bund auf die Betroffenen und die Risikogruppen zuzugehen, nach dem Motto: „Wir warten nicht, bis sie als Betroffene(r) zu uns kommen, wir sind schon zu Ihnen unterwegs!“ Nach intensiver Vorarbeit und der Auswertung vergleichbarer Projekte (siehe Info-Mobil Schleswig-Holstein u. Thüringen) wurde beschlossen, ein Fahrzeug auf der Basis des VW LT mit Hochdach anzuschaffen. Viel Zeit und Überlegung wurde in die Planung des Innenaufbaus gesteckt, um möglichst ein funktionales Mobil zu erhalten. Vom Einbau der verschiedenen Schränke, der Sitzgruppe, dem Wetterschutz, den Einstieghilfen über Kühl- bzw. Wärmesysteme musste an alles gedacht werden. Später stellte sich heraus, dass noch viele Kleinigkeiten mitgeführt werden müssen, an die man in der Planungsphase nicht gedacht hatte, wie z. B. Gewichte, um die Überdachung vor Windböen zu sichern, sowie zusätzliche Sitzmöbel, Erste-Hilfe- Material, Besen und Putzmaterial. Die Liste ließe sich endlos verlängern: Klebeband, Absperrhilfen, Zusatzkabel und das möglichst alles in mehrfacher Ausfertigung! |
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Neben diesen Überlegungen
mussten Sponsoren für die Idee „Info-Mobil-NRW“ gefunden
werden. Spontan kam die Zusage des
Landesverbandes der BKK in NRW, bei dem wir uns ganz herzlich
für die großartige Unterstützung bedanken! |
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41.000 km auf Autobahnen, Landstrassen und im Stadtverkehr wurden zurückgelegt. Neben der Unfallhilfe auf der Autobahn, Erste Hilfe nach einem Hundebiss, Steinschlag in der Windschutzscheibe, geplatzter Reifen im tiefsten Winter, Angriff von fliegenden Ameisen auf ein weißes Mobil, Geräteausfall wegen des Jahrhundertsommers und vielem mehr, gab es jeden Tag Neues und oft auch Aufregendes. Das Materiallager wächst täglich. |
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Um Ihnen einen Eindruck unserer Arbeit zu verschaffen, möchten wir Bilanz ziehen und Zahlen sprechen lassen: |
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Fakten von 111 Einsätzen: |
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Es wurden 15.217 Messungen bei 5.515 Personen durchgeführt, davon waren 5.373 Blutzucker-Messungen, 5.178 BMI-Messungen, 3.936 Blutdruck-Messungen und 730 HbA1c Messungen. 3.861 Personen wurden bei öffentlichen Veranstaltungen (z. B. vor Apotheken) und 1.654 bei firmeninternen Veranstaltungen (z. B. bei der BKK Hoesch) getestet. Je nach Wunsch und Notwendigkeit wurden der Blutzucker, der Body-Mass-Index (BMI), der Blutdruck und ggf. der HbA1c-Wert gemessen. Nicht jede Person nahm an dem kompletten Messprogramm teil. Die Daten werden in einer Datenbank erfasst, sodass eine genaue Auswertung möglich ist. |
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| Tabelle 1: Verteilung nach Geschlecht | ||||||||||||||||||||||||
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Aus der Tabelle ist deutlich abzulesen, dass bei firmeninternen Messungen die prozentuale Anzahl der Frauen niedriger als bei öffentlichen Messungen ist. Wir führen dies darauf zurück, das firmenintern mehr in Betrieben gemessen wurde, deren Männeranteil strukturell höher liegt (z. B. in der Metallindustrie, in Brauereien, o. ä.). |
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Tabelle 2: Verteilung nach Alter |
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Das Durchschnittsalter liegt bei firmeninternen Messungen deutlich unter dem Durchschnittsalter bei öffentlichen Messungen. Hier spielt wohl eine Rolle, dass tagsüber gemessen wurde, sodass bei öffentlichen Messungen die jüngere, arbeitsfähige Bevölkerung weniger vertreten war oder weniger Interesse an diesen Aktionen hatte. Das Durchschnittsalter aller Messungen lag bei 53,5 Jahren. |
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| Auswertung der Blutzucker-Messungen: | ||||||||||||
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| Tabelle 3: Verteilung von Diabetikern und „Nichtdiabetikern“ | ||||||||||||
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Anmerkung:
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Bei 4.174 Personen ohne bekannten Diabetes wurden 248 pathologische Blutzucker-Werte gemessen, das sind 6 %. |
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Tabelle
4: Anzahl pathologischer Blutzucker-Werte |
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Anmerkung: |
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Der HbA1c Wert wurde insgesamt 473 mal bei bisher unbekanntem Diabetes, aber verdächtigen Blutzucker-Werten oder auffälliger Familienanamnese gemessen. |
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| Tabelle 5:
Anzahl pathologischer HbA1cWerte von 473 Messungen |
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Bei 4.174 Blutzucker-Messungen waren 176 HbA1c-Werte pathologisch erhöht, das sind 4 %. Hier wurde dringend zur weiteren Diagnostik geraten. Aus den oben angeführten Werten ergibt sich, dass prozentual der pathologische HbA1c Wert bei firmeninternen Messungen niedriger liegt. Dies ist erklärbar durch das deutlich niedrigere Durchschnittsalter. Das Diabetesrisiko steigt mit höherem Alter. |
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Auswertung der BMI-Messungen: |
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Neben den
Blutzucker-Werten und dem Alter wurde auch der Body-Mass-Index (BMI)
auf freiwilliger Basis ermittelt. Die Werte lagen zwischen 14 und 51.
Der Durchschnittswert aller lag bei 27,
also im Bereich des Übergewichts. |
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Um die Zahlen den
Betroffenen zu veranschaulichen und um sie zu dokumentieren, wurden die
Ergebnisse im Diabetes-Risiko-Check
Formular festgehalten. |
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Klassifikation:
Unter-, Normal-, Übergewicht, Adipositas |
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(Adipositas = massives Übergewicht) |
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Auswertung der Blutdruck-Messungen: |
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Eine große Rolle spielt beim Diabetes mellitus und bei steigendem Alter der Blutdruck. Dieser wurde bei 3.936 Personen gemessen. |
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| Tabelle 6: Anzahl der Blutdruck-Messungen | ||||||||||||||||||||||||
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| Tabelle 7: Anzahl der abweichenden Blutdruck-Werte | ||||||||||||||||||||||||
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Anmerkung: |
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| Tabelle 8: Anzahl der abweichenden Blutdruck-Werte in Prozent | ||||||||||||||||||||||||
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Obwohl die Wichtigkeit der Blutdruckeinstellung bei Diabetes heute bekannt ist, waren unsere Messungen oftmals im pathologischen Bereich. Natürlich muss man an dieser Stelle berücksichtigen, dass manche Messungen während verschiedener Alltagsbelastungen wie dem Einkaufen, nach dem Arztbesuch, nach einer Autofahrt, während der Arbeitszeit usw. gemessen wurden, in denen der Blutdruck vorübergehend erhöht sein kann. |
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Wir möchten uns auch bei den Firmen Abbott, Ascentia, Braun, Lifescan, Omron, Progen und Roche Diagnostics für die ständige Unterstützung mit Testmaterial und Geräten bedanken. |
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Wir freuen uns auf weitere „gute“, erfolgreiche Jahre und hoffen Ihnen im nächsten Jahr sinkende Zahlen aufzeigen zu können. |
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Herausgeber; |
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DEUTSCHER DIABETIKER BUND |
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Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. |
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Johanniterstraße
45, 47053 Duisburg |
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Autoren: |
| Jutta Langenbach, Martin Hadder, Johannes Stevens |